Bausteine einer erfolgreichen Bewerbung

Bewerbungsunterlagen
© YummyBuum ID: 308401581 stock.adobe.com

Um sich selbst ein lebenswertes Leben ermöglichen zu können, ist vor allem eine Sache besonders wichtig – und zwar eine zuverlässige Quelle für ein regelmäßiges, ausreichendes Einkommen. Denn so selbstverständlich uns ein Dach über dem Kopf, oder genügend Nahrung auch erscheinen mag, so handelt es sich dabei nach wie vor um Güter, die erstmal bezahlt werden müssen. Und damit wir dazu in der Lage sind, uns diese essenziellen Dinge fürs Leben auch leisten zu können, ist ein ausreichendes Einkommen unabdingbar.

Um an eine solche Geldquelle zu kommen, macht jeder Mensch (sofern er nicht im Lotto gewonnen hat oder ähnliches) im Prinzip das gleiche: Er geht einem Job nach, der in aller Regel in Vollzeit ausgeübt wird, da oft nur mit Vollzeit-Jobs das Einkommen so hoch ist, dass durch dieses Geld ein gewisser Lebensstandard gehalten werden kann. Der Weg zu einer derartigen Vollzeit-Arbeitsstelle läuft in den meisten Fällen über eine Bewerbung ab – egal ob schriftlich oder per E-Mail. Nun wissen jedoch nicht alle Menschen, aus welchen Bausteinen sich eine erfolgversprechende Bewerbung zusammensetzt. In diesem Artikel sind daher alle wichtigen Bestandteile aufgelistet, über die eine Bewerbung verfügen sollte, damit aus einem Bewerbungsversuch auch ein Erfolg werden kann.

Das Anschreiben

Viele halten das klassische Anschrieben nach wie vor für ein zwingend notwendiges Bestandteil einer jeden Bewerbung. Unabhängig davon, ob es sich dabei um eine schriftliche oder digitale Bewerbung handelt. Tatsächlich ist es auch so, dass es über die Notwendigkeit eines Anschreibens in einer Bewerbung praktisch keine Diskussionen gibt. Sobald das Anschreiben fehlt, wirft sich der Bewerber praktisch sofort selbst aus dem Rennen. In der Regel ist das Anschreiben auch die erste Seite einer jeden Bewerbung, sofern kein Deckblatt verwendet wird. Sollte es ein Deckblatt geben, dann ist das Anschreiben die erste Seite der relevanten Unterlagen. Insofern kann es also denkbar ungünstig für den Bewerbungsverlauf sein, wenn sich beim Anschreiben irgendwelche Fehler eingeschlichen haben, da dem Personalarbeiter damit direkt kein besonders guter Eindruck vermittelt wird.

Von daher kann es also sehr lohnenswert sein, sich im Vorfeld einige Tipps für das richtige Verfassen eines guten Anschreibens anzuschauen. Im Grunde geht es bei jedem Anschreiben um die folgenden Fragen:

1. Warum hat sich der Kandidat für eine Bewerbung bei diesem Unternehmen entschieden?
2. Wer ist der Kandidat, und über welche Fähigkeit verfügt er bereits?‘
3. Warum ist gerade dieser Kandidat besonders gut für die ausgeschriebene Stelle geeignet?

Der Lebenslauf

Wenn es einen Bewerbungsbaustein gibt, der in so gut wie jeder Art von Bewerbung untergebracht werden muss, dann handelt es sich dabei zweifellos um den Lebenslauf. Dieser befindet sich entweder auf Seite zwei oder drei einer jeden Bewerbung (je nachdem, ob ein Deckblatt vorhanden ist), und sollte unter gar keinen Umständen weggelassen oder vergessen werden. Nicht wenige haben oft Angst davor, ihren Lebenslauf der Bewerbung hinzuzufügen, weil sie glauben, durch Lücken im Lebenslauf oder ähnlichem ihren Eindruck (und damit ihre Chancen) bei einem potenziellen Arbeitgeber zu verschlechtern.

In erster Linie erhält ein Personalarbeiter über den Lebenslauf eine ganze Reihe nützlicher Informationen über den Bewerber. Darüber hinaus gibt ein Lebenslauf Auskunft darüber, wo genau sich der Kandidat in seinem beruflichen Werdegang befindet. Außerdem zeigt dieses Dokument auf, wo der Kandidat in seinem Berufsleben noch hin möchte. Neben den eigentlichen Fakten im Lebenslauf an sich ist es zudem noch sehr wichtig, eventuelle Abstecher oder Umwege, die durch den Lebenslauf offengelegt werden, dem Personaler gut und plausibel zu erklären – zumal derartige Umwege in einem Lebenslauf eine Bewerbung auch durchaus interessanter machen können. Es kommt daher beim Lebenslauf nicht nur auf die einzelnen Fakten an, sondern auch auf die Art und Weise, wie diese Fakten den jeweiligen Personalarbeitern präsentiert werden. Wobei man natürlich noch anmerken muss, dass eine gute Präsentation bei den anderen Bewerbungsbausteinen auch nicht vernachlässigt werden sollte.

Die dritte Seite

Zu früheren Zeiten bestand eine handelsübliche Bewerbung aus einem Anschreiben, einem Lebenslauf, sowie aus mehreren Zeugnissen und Zertifikaten. Inzwischen ist es allerdings so, dass sich immer mehr Unternehmen von ihren Bewerbern wünschen, dass sie eine sogenannte „dritte Seite“ der Bewerbung hinzufügen. Hierbei geht es um ein zusätzliches Schreiben des Kandidaten, in welchem dieser sein Engagement für die ausgeschriebene Stelle nochmals unterstreichen soll. In den meisten Fällen handelt es sich dabei entweder um ein Kurzprofil, eine Projektliste oder ein Motivationsschreiben.

Kurzprofil:
In einem derartigen Schriftstück werden lediglich die Fähigkeiten des Kandidaten aufgelistet. Des Weiteren kann der Bewerber noch einen kleinen Absatz hinzufügen, in dem er seine beruflichen Ziele konkreter ausformuliert. Sollte man sich bei der dritten Seite für ein solches Kurzprofil entscheiden, dann ist es noch wichtig zu wissen, dass ein Kurzprofil in einer Bewerbung nicht an dritter Stelle kommt, sondern direkt als erstes Blatt.

Projektliste:
Eine Projektliste gibt nicht über die beruflichen Stationen des Kandidaten Auskunft, sondern über diverse Projekte, in denen der Bewerber bereits praktische Erfahrungen sammeln konnte. Allgemein gilt hierbei, dass eine Projektliste erst dann wirklich Sinn ergibt, wenn der Kandidat auf dieser Liste mindestens drei Projekte nennen kann, an denen er beteiligt war. Sollten in einer Projektliste weniger als drei absolvierte Projekte aufgeführt sein, so verleiht eine solche Liste der Bewerbung einen eher negativen Beigeschmack.

Das Motivationsschreiben:
In einem Motivationsschreiben bekommt ein Bewerber noch die Möglichkeit, sämtliche Gründe für die Bewerbung niederzuschreiben, und sie somit dem Unternehmen zu vermitteln. So ein Schreiben verleiht der Bewerbung eine noch persönlichere Note, sodass sich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass diese Bewerbung dem zuständigen Personalarbeiter im Gedächtnis bleibt. Neben den Gründen für die Bewerbung sollte der Kandidat im Motivationsschreiben noch vermerkt haben, was genau er sich von dieser Stelle erhofft. Davon abgesehen können diesem Schreiben noch allgemeine Informationen des Kandidaten hinzugefügt werden, wie beispielsweise das Wunschgehalt, oder Details zur Verfügbarkeit des Bewerbers.

Anhänge

Selbstverständlich reicht es für Bewerber nicht nur, über angeblich erworbene Qualifikationen zu sprechen. Wer im Bewerbungsprozess von erworbenen Qualifikationen spricht, der muss diese durch entsprechende Dokumente auch belegen können. Insofern müssen als Anhänge noch sämtliche akademischen Zeugnisse (von Schule, Ausbildung oder Studium), sowie alle vorhandenen Arbeitszeugnisse der Bewerbung hinzugefügt werden. Darüber hinaus eignen sich als Anhänge noch Bescheinigungen über ehrenamtliche Tätigkeiten, Fortbildungen oder ähnliches.

Foto – ja oder nein?

Die Meinungen über die Notwendigkeit von Bewerbungsfotos gehen teilweise weit auseinander. Im Grunde genommen gilt ein Foto des Kandidaten für viele Firmen nach wie vor als wichtiger Bestandteil einer Bewerbung. Wenn das Unternehmen allerdings vorher in der Stellenausschreibung explizit darauf hingewiesen hat, dass kein Foto gewünscht ist, dann muss man der Bewerbung auch kein Foto beilegen. Wenn der potenzielle Arbeitgeber also im Vorfeld über das Bewerbungsfoto kein Wort verliert, dann sollte auf jeden Fall zur Sicherheit der Bewerbung so ein Foto hinzugefügt werden.