Mit Layout und Design punkten – wie Ihre Bewerbung heraussticht

Bei der Bewerbung verhält es sich oft so, dass Sie als Bewerber nicht genau wissen, welche Möglichkeiten Sie für die Gestaltung Ihrer Unterlagen haben. Schließlich sollte es mehr um den Inhalt, als um die Form gehen.

Genau an diesem Punkt irren sich viele Bewerber

Personalverantwortliche erhalten viele verschiedene Bewerbungsunterlagen für vakante Stellen und haben ebenfalls noch Initiativbewerbungen in der Rückhand. Es geht darum, die Unterlagen zu sichten und – je nach Qualifikation des Bewerbers – zu sortieren. Wie in vielen anderen Lebenslagen auch, zählt in diesem Fall der erste Eindruck. Oft wird fälschlicherweise der Bewerber über das Aussehen der Unterlagen kategorisiert.
Eine chaotische Formatierung? Dieser Bewerber scheint sich wohl nicht mit Schreibprogrammen auszukennen, oder wollte sich keine Mühe geben.
Ein unübersichtlicher Lebenslauf? Der Bewerber möchte entweder von Lücken ablenken, hat vielleicht gar nicht die richtigen Qualifizierungen und er macht überflüssige Arbeit. Dort alle wichtigen Informationen herauszufinden kostet viel zu viel Zeit – Zeit, die oft nicht vorhanden ist.
Eine andere Alternative sind zu bunt und grell gestaltete Bewerbungen. Die fallen einem Personaler zwar direkt ins Auge, jedoch nicht positiv. Der Bewerber scheint nicht nur mutig, sondern überaus selbstbewusst und überdies hinaus noch ein "bunter Vogel" zu sein.
Diese Eindrücke möchte kein Bewerber hinterlassen. Damit genau das nicht passiert, gibt es folgende Tipps für Sie und Ihre Bewerbung:
Mit Layout und Design punkten – wie Ihre Bewerbung heraussticht © Die BewerbungsschreiberGrößer

Ein einheitliches Design

Für das Kreieren eines Designs für die eigenen Bewerbungsunterlagen haben Sie grundsätzlich freie Wahl. Wichtig ist, dass Sie Fettnäpfchen vermeiden. Zu den absoluten Fauxpas gehört die Verwendung von Farben und markanten Formen konkurrierender Unternehmen, die Verwendung von Neon- und Signalfarben sowie eine Gestaltung, die in das eigentliche Schriftbild hineinragt und den Lesefluss stört.
Insofern Sie diese Punkte beachten, können Sie Ihrer Bewerbung das Design geben, welches für Sie passt. Bedenken Sie jedoch bei der Farbwahl zwei Aspekte: Farben beeinflussen unsere Wahrnehmung ganz unbewusst. Arbeiten Sie mit den Farben, die zu Ihnen und Ihrer Persönlichkeit passen. Beachten Sie dabei ebenfalls, dass sich die dominierenden Farben Ihres Bewerbungsfotos nicht mit den Farben des Designs beißen.

Das richtige Format für Ihr Anschreiben

Ein Anschreiben strukturiert sich aus unterschiedlichen Ebenen. Ganz grob gefasst sind es die Folgenden: Die Adresse, Ort und Datum, der Betreff, die Anrede, das eigentliche Anschreiben und zu guter Letzt noch die Verabschiedung sowie Ihre Unterschrift. Experimentieren Sie hierbei nicht mit zu vielen unterschiedlichen Schriftarten und –größen. Bleiben Sie bei einer serifenlosen Schriftart, 12 pt und heben Sie lediglich die Betreffzeile etwas hervor – zum Beispiel indem sich dort die Farbe des Designs wiederfindet.
Abgesehen von dem Datum (auf der rechten Seite) empfiehlt es sich, linksbündig zu schreiben. Unterteilen Sie den Text in kleinere Abschnitte, wodurch er direkt auf den ersten Blick übersichtlich und geordnet aussieht. Weitere Informationen zu dem Layout des Anschreibens finden Sie unter anderem hier.

Der strukturierte Lebenslauf

Früher galt es, den Lebenslauf in einer Tabelle anzufertigen und ihn chronologisch zu halten. Der Ansatz bei dieser Vorgehensweise ist so weit nicht verkehrt, da Tabellen schließlich als recht übersichtlich gelten. Doch mit ein paar wenigen Kniffen können Sie aus Ihrem Lebenslauf mehr herausholen.
Der Lebenslauf wird in der heutigen Zeit antichronologisch verfasst, d. h., Sie beginnen bei Ihrer letzten Station und arbeiten sich dann immer schrittweise zurück – also zum Beispiel: Beruf, Ausbildung, gegebenenfalls noch Schule (abhängig von dem Alter und der Berufserfahrung des Bewerbers). Unterteilen Sie hierbei Ihren Werdegang in einzelne Stationen, wie zum Beispiel: Berufliche Erfahrung, Projektarbeiten, Studium, Praktikum etc., die Sie durch Überschriften voneinander trennen.
Bleiben Sie dabei, die jeweiligen Daten sowie die konkreten Tätigkeiten untereinanderzuschreiben. Dadurch muss der Leser nicht immer nach den passenden Stellen suchen. Verwenden Sie bei den Überschriften weiterhin die Farben des eigenen Designs, sodass die gesamte Bewerbungsmappe bei einem einheitlichen Bild bleibt.

Ein kleiner Zusatz:

Arbeiten Sie mit der Kopfzeile des Dokuments und fügen Sie dort Ihren Namen sowie Ihre Kontaktdaten ein. Nutzen Sie überdies die Möglichkeit Seitenzahlen auf dem Lebenslauf einzufügen. In dem Fall, dass der Personaler Ihre Unterlagen ausdruckt und die Bewerbung in einem Papierchaos durcheinander kommt, können alle einzelnen Dokumente wieder zugeordnet werden.
Wenn Sie diese Tipps beherzigen, gelingt es Ihnen, einen ersten positiven Eindruck bei jedem Personalverantwortlichen zu hinterlassen. Der weitere Vorteil: Wenn Sie sich einmal die Arbeit machen und Ihre Bewerbungsunterlagen einheitlich gestalten, können Sie diese Formatierung für jede weitere Bewerbung mitverwenden. Aber Achtung: Das Anschreiben sollte nicht einfach für beliebig viele Unternehmen genommen, sondern immer wieder auf die konkrete Stelle angepasst werden.
Mit Layout und Design punkten – wie Ihre Bewerbung heraussticht © Die BewerbungsschreiberGrößer
In Kooperation mit "Die Bewerbungsschreiber"
Autor: red.