Arbeitnehmertypen – wie Sie mit Ihrer Bewerbung richtig eingestuft werden

"Arbeitnehmertypen" klingt nach dem Einsortieren in verschiedene Schubladen, aus denen Sie dann als Mitarbeiter letztlich nicht wieder herausgelangen können. Eine erste Einsortierung erfolgt da bereits bei Ihrer Bewerbung. Damit Ihnen das nicht passiert, haben wir die folgenden Tipps für Sie vorbereitet!

Zunächst einmal: Warum gibt es Arbeitnehmertypen?

Diese Frage ist recht leicht zu beantworten. Ein altes Sprichwort besagt bereits:
"Um jeden gleich zu behandeln, musst du jeden anders behandeln."
Dies gilt nicht nur im alltäglichen Leben, sondern ebenfalls für Führungspersonen. So muss Ihr Vorgesetzter wissen, mit welcher Art von Person er es eigentlich zu tun hat. Erst so gelingt es ihm, Ihnen passende Aufgaben zuzuweisen sowie in Feedbackgesprächen das richtige Verhalten Ihnen gegenüber zu zeigen. Die Einteilung in verschiedene Arbeitnehmertypen erleichtert ihm dabei die Einschätzung. Was also zunächst nach einer grüppchenweisen Einteilung in Schubladen klingt, dient letztlich Ihnen als Arbeitnehmer.

Welche Arbeitnehmertypen gibt es eigentlich?

Prinzipiell gibt es viele verschiedene Typen von Arbeitnehmern: Streber, Fleißige, Kreative, Sorgsame, Kritiker, Dominante etc. sowie die unterschiedlichen Kombinationen der verschiedenen Arbeitnehmertypen. Wenn jedoch die Zuordnung nach diesen Maßstäben vorgenommen wird, wird eine relativ schnelle und übersichtliche Einteilung unmöglich.
Einfacher wird es für Personaler, Vorgesetzte etc. nach einer Einteilung, die ursprünglich von Kenneth Blanchard und Paul Hersey in den 1960er Jahren vorgenommen wurde.

Diese Zuordnung wird seither immer wieder aktualisiert, basiert aber auf den folgenden 4 Gruppen:
  1. weniger fähig und unmotiviert 
  2. fähig und unmotiviert 
  3. wenig fähig, aber motiviert 
  4. fähig und motiviert 
Dementsprechend ergeben sich vier verschiedene Führungsstile, welche den einzelnen Gruppen zugeordnet werden:

Telling (Gruppe 1): Die Aufgaben müssen exakt erklärt und bei ihrer Ausführung geprüft werden
Selling (Gruppe 2): Aufgaben müssen lediglich beschrieben sowie Fragen beantwortet werden
Participating (Gruppe 3): Meinungsaustausch sowie Beteiligung an Entscheidungen
Delegation (Gruppe 4): Verantwortung für unddie Ausführung von Aufgaben übertragen
Dementsprechend leicht fällt es dann, die Mitarbeiter im Unternehmen ihrer Einstufung entsprechend zu behandeln und dadurch die Karriere jedes einzelnen zu fördern. Übrigens sollte es bei dieser Einstufung irrelevant sein, ob Sie gerade Ihre Ausbildung absolviert haben oder bereits länger in diesem Beruf arbeiten. Dies bemerkte schon Kurt Tucholsky: "Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre lang schlecht machen."

Arbeitnehmertypen und Bewerbung: Wie Sie sich richtig darstellen

Damit Sie nicht direkt mit Ihrer Bewerbung in eine falsche Schublade gesteckt werden, sollten Sie ein paar Details beachten. Folgende Tipps helfen Ihnen, mit Ihrer Bewerbung den richtigen Eindruck zu hinterlassen: 
  • Achten Sie bei der Gestaltung auf das Design Ihrer Bewerbung. Bereits durch verschiedene Farben und Grafiken können Sie bei einem Personaler einen gewissen Eindruck hinterlassen. 
  • Beachten Sie Ihren Schreibstil sowie Ihre Wortwahl. Schildern Sie zum Beispiel, dass Sie Ihre Ergebnisse nur durch Teamarbeit erzielen konnten, heißt dies zwar, dass Sie ein Teamplayer sind - doch auf der anderen Seite scheinen Sie Aufgaben alleine nicht meistern zu können. Sie sollten es ebenfalls vermeiden, "Fast-Erfolge" zu nennen, z.B.: "Fast hätte ich für das Unternehmen einen großen Auftrag gewonnen, aber dann kam mein Feierabend dazwischen. Das kennen Sie sicherlich. Die Arbeitszeit muss schließlich eingehalten werden." 
    Konzentrieren Sie sich lieber auf Ihre tatsächlichen Errungenschaften für ein Unternehmen. 
  • Werden Sie bei Ihrem Lebenslauf etwas ausführlicher und beschreiben Sie Ihre Tätigkeiten. Dies sieht dann zum Beispiel so aus:

    Statt
    05. 2010 – 02.2016 Musterfirma GmbH, Musterstadt
    Teamleiter Produktion

    Besser

    05.2010 – 02.2016 Musterfirma GmbH, Musterstadt
    Teamleiter Produktion
    - Organisation des Produktionsablaufes
    - Erarbeiten und Umsetzen von Problemlösungen
    - Steuerung von Arbeitsprozessen
    - Beratung von Führungskräften 

  • Greifen Sie auf ein Motivationsschreiben, die sogenannte dritte Seite zurück. Bringen Sie dort zusätzlich Ihre Qualifikationen mit den Erfordernissen des Stellenprofils in Einklang. Zeigen Sie dadurch, dass Sie nicht nur fähig, sondern ebenfalls motiviert und dadurch letztlich die perfekte Besetzung für den Job sind. 
  • Achten Sie auf Ihr Bewerbungsfoto. Dies sollte kein Selfie in Freizeitmontur sein, auch wenn dies als Beispiel etwas überspitzt klingt. Es gilt zu zeigen, dass Sie der Typ Arbeitnehmer sind, der die Arbeit nicht scheut. Dies bedeutet nicht, dass Sie einen Blaumann bzw. eine ähnliche berufsspezifische Montur tragen oder direkt den "professional Business" – Typ mimen. Zeigen Sie Seriosität und Professionalität. Wie dies für die Branche sowie die angestrebte Position aussieht? Dazu berät Sie ein professioneller Fotograf! 
Mit diesen Tipps sollte Ihnen nichts mehr im Wege stehen, um mit Ihrer Bewerbung direkt richtig eingestuft zu werden. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg dabei zu zeigen, welcher Arbeitnehmertyp in Ihnen steckt!
In Kooperation mit Karriere Guru
Autor: red.